Vortragsliste
Alle Vorträge sind mit Fotos, Filmszenen und Grafiken reich illustriert. Ihre Länge beträgt in der Regel 45-Minuten. Solche, die mit einen * markiert sind variieren zwischen 10 und 30 Minuten, können aber bei Bedarf verändert und auch an Recap-Längen angepasst werden.
A) Biologie
I) Allgemeine ökologische Themen
Die fünf Vorträge dieser Kategorie A-I dauern je 45-50 Minuten
- Leben am Rand der Welt
- Arktische Jahreszeiten
Die beiden Vorträge bieten eine Einführung in den Aufbau von Ökosystemen im Allgemeinen und von arktischen Ökosystemen im Besonderen. sie veranschaulichen die Wechselwirkungen zwischen wichtigen Akteuren (vor allem Vögeln und Säugetieren) und beschreiben, wie ihre Lebensweisen an die drastischen Unterschiede zwischen Sommer und Winter angepasst sind.
- Arktis, quo vadis? Gefährdung und Schutz
- Klimawandel in der Arktis
- Der Eisbär: Ein Symbol für den Klimawandel
Diese drei Vorträge behandeln - mit unterschiedlichen Schwerpunkten - frühere und heutige Bedrohungen der Arktis auf lokaler (Walfang, Jagd, Bergbau), internationaler (Plastik, Giftstoffe, Radioaktivität) und globaler Ebene (Klimawandel) sowie die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Schutzmassnahmen.
II) Vorträge zu einzelnen Arten (*)
- Vom Land ins Wasser: Evolution und Lebensweise von Walen und Robben
- Walrosse: Fast bis zur Ausrottung gejagt
- Polarwölfe und Schneehasen: Eins faszinierendes Räuber-Beute-System
- Rentiere: Für die Arktis gemacht und dennoch bedroht
- Moschusochsen: Arktische Dickschödel
- Der Polarfuchs: Klein aber oho!
- Begehen Lemminge Selbstmord? Schöne Hypothesen und hässliche Fakten
- Vor- und Nachteile des Koloniebrütens bei Vögeln
- Fliegen oder tauchen? Das ist hier die Frage - Anpassungen bei Vögeln
- Dicht am Boden: Besonderheiten arktischer Vegetation
B) Geologie und Glaziologie
- Die Arktis - Ein geologisches Paradies
- Wie alt, glaubst Du, bin ich wohl? Methoden der Altersdatierungen (*)
Da viele Landschaften in der Arktis kaum von Vegetation bedeckt sind, treten Gesteinsformen an der Oberfläche zutage und sind lesbar wie in einem Geologie-Lehrbuch. Die beiden Vorträge erläutern grundlegende Prinzipien ihrer Entstehung (einschliesslich Tektonik und Vulkanismus) und beschreiben Methoden, mit denen das Alter von Gesteinen und Fossilien bestimmt werden kann.
- Weisse Welten: Gletscher und Meereis
- Froststrukturen in der Landschaft (*)
Im Zeitalter des Klimawandels konzentrieren sich die Medien auf den alarmierenden Rückgang von Gletschern und Meereis. Doch wie entstehen sie überhaupt? Wie veränderten sie Landschaften in der Vergangenheit. Welche Auswirkungen haben sie heute? Um solche Fragen geht es in diesen beiden Vorträgen.
C) Geschichte und Kultur
Meeresungeheuer: Mythos oder Wirklichkeit?
Geheimnisvolle und bedrohliche Lebewesen haben uns Menschen wohl schon immer fasziniert. Vom Leviathan in der Bibel über fantastische Monster auf alten Seekarten bis zu Walen so gross wie Inseln und riesigen Seeschlangen, die Schiffe in die Tiefe reissen, wimmelt es nur so von Berichten über Meeresungeheuer. Sie haben Seefahrer über Jahrhunderte in Schrecken versetzt oder - im Fall von Meerjungfrauen - gelegentlich auch erfreut. Was verbirgt sich hinter diesen Berichten? Diese Frage versucht der Vortrag zu beantworten.
Island und Norwegen: Heimat der Elfen und Trolle
Wer Island oder Norwegen besucht, kommt an ihnen nicht vorbei: den Elfen und Trollen. In Norwegen begegnet man auf Schritt und Tritt Troll-Figuren in unterschiedlichsten Grössen und Ausfertigungen: in Souvenirläden, Fussgängerzonen, privaten Gärten und unzähligen Büchern. Auf Island hingegen dominieren die Elfen. sie sind ein jahrhundertealter Bestandteil der Kultur, und viele Menschen glauben noch heute an ihre reale Existenz. Der Vortrag schildert den Ursprung der Elfen- und Trollvorstellungen und ihren Wandel im Lauf der Jahrhunderte.
Die Wikinger: Auf nach Grönland! Und dann?
Teil 1 des Vortrags beschreibt, warum sich die Wikinger im späten 10. Jahrhundert in Grönland niederliessen, wie sie dort lebten und von dort aus zur Küste Nordamerikas aufmachten. Teil 2 analysiert die immer noch nicht vollständig geklärten Gründe für ihr Verschwinden aus Grönland im 15. Jahrhundert.
John Franklin und die Suche nach der Nordwest-Passage
Fast 400 Jahre lang wurde nach einer NW-Passage zwischen Atlantik und Pazifik gesucht. Der Vortrag schildert zunächst die Beweggründe für dieses Unterfangen und einige wichtige Etappen. Anschliessend konzentriert er sich auf die tragisch gescheitert Expedition von John Franklin und auf aktuelle Untersuchungen zu den Ursachen für die Katastrophe.
Inuit: Die Menschen der Arktis
Der Vortrag biete einen Einblick in die Geschichte, Kultur und Mythologie der Inuit, beschreibt ihre traditionelle und heutige Lebensweise und beleuchtet gegenwärtige und künftige Herausforderungen.
Schlittenhunde: Ihre Rolle in Vergangenheit und Gegenwart
Die Art, wie Schlittenhund in grönländischen Siedlungen gehalten werden, führt regelmässig zu kontroversen, meist emotional geprägten Diskussionen. Dieser Vortrag über die Biologie der Hunde sowie ihren traditionellen und heutigen Einsatz versucht, die Beurteilung anhand von Fakten zu versachlichen.
Spitzbergen - Ein arktisches "Cape Canaveral"
Dank seiner Nähe von "nur" rund 1200 Km zum Nordpol und eines warmen Golfstromausläufers, der die Westküste fast immer eisfrei hält, wählten mehrere Polarforscher die Insel als Ausgangspunkt für ihre Versuche, den Nordpol zu erreichen: mit Ballon (A.S. Andrée), Luftschiffen (W. Wellmann, R. Amundsen und U. Nobile) oder Flugzeug (R Amundsen). Der Vortrag beginnt mit frühen Vorstellungen von einem eisfreien Nordpol und schildert die genannten Expedition, von denen bis auf eine alle scheiterten.
Svalbards Rolle bei der Vermessung der Erde
Die meisten Orte in der Arktis - ob Berge, Inseln, Buchten oder Wasserstrassen - tragen bis heute die Namen von berühmten Polarforschern, ihren Auftragsebern, Sponsoren oder Frauen. Auf Svalbard gibt es erstaunlich viele Lokalitäten mit Namen von Astronomen, Mathematikern und Physikern (z. B. Celsiusberget, Newtontoppen, Laplacetoppen), die nie dort gewesen sind. Ihre Mess- und Berechnungsmethoden haben jedoch im 18. Jahrhundert entscheidend dazu beigetragen, die Form der Erde zu bestimmen. wie das geschah und welche Rolle Svalbard dabei spielte ist Thema dieses Vortrags.
Knut Rasmussen: "Der Weisse Eskimo" (*)
Der Vortrag ist eine Hommage an einen auf Grönland geborenen Polarforscher mit Inuit-Vorfahren, der heute weit weniger bekannt ist als Fritjof Nansen, Roald Amundsen oder Ernest Shackleton, dessen Leistungen jedoch denen dieser Berühmtheiten in Nichts nachstehen. Er legte tausende Kilometer mit Hundeschlitten zurück - von Grönland bis Sibirien - und besuchte dabei alle damals bekannten Inuit-Gruppen, um die Geschichte und Kultur "seines" Volkes zu dokumentieren.
Die Schweizer Grönland-Expedition von 1912 (*)
Die meisten Polarforscher stammten aus Ländern am Rande des arktischen Ozeans. Eine der wenigen Ausnahmen war der Schweizer Meteorologe Alfred de Quervain, der 1912 Grönland auf Skiern von West nach Ost durchquerte und dabei u. a. zahlreiche Klimamessungen vornahm, die bis heute von grossem Wert sind.